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024_siam
Bild: Oliver Pietern  Text: Nadine Michalski
  4 * 30/20 Fotos auf Holz


Simba und Nala

Es war im April da zog Luna ins Katzenhaus ein. Man fand sie draußen in schlechtem Zustand, hungrig und müde und so kam sie dann zu uns. Abends kam sie zu uns und am nächsten Morgen waren da nicht mehr nur eine Katze sondern fünf. Über Nacht hatte sie geworfen,
2 pechschwarze (wie sie selbst) und 2 weiße Babys. Aber der Wurf stand unter einem schlechten Stern, denn eine Infektion hat dafür gesorgt, dass die schwarzen Babys nicht durchkamen. Die Weißen hingegen entwickelten sich anfangs gut, nahmen zu, wurden immer pummeliger und dunkler. Es stellte sich heraus, dass Luna einen guten Männergeschmack gehabt hat, denn es handelte sich um sogenannte Colourpoint Siam-Mix Kätzchen. Aber mit der Zeit wurde klar, dass auch diese beiden Kleinen von der Infektion betroffen waren. Sie überlebten zwar, doch behielten sie eine Behinderung namens „Zentral-nervöse-Störung“ zurück. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung des Stammhirns, was dazu führt, dass die Katze unkontrolliert nach links und rechts schwankt. Die Mutter ahnte, dass mit dem Wurf was nicht stimmt und versorgte die Kleinen nicht mehr richtig, so dass sie in von Menschen versorgt werden mussten.  Zum Glück trat die Erkrankung so früh auf und andere Gehirnteile übernahmen die Aufgabe der geschädigten Bereichte, so dass sich diese Störung „verwachsen“ hat. Man merkt zwar in manchen Situationen, dass sie nicht ganz so koordiniert sind wie andere Katzen, aber damit können sie gut Leben. Mittlerweile sind die Kleinen größer und wurden in Familien vermittelt. Sie haben sich zu prächtigen Katzen entwickelt, die genau soviel Unfug anrichten, wie jeder andere Katzenteenager auch….



 
Oliver Pietern
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